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Wissen

Unternehmen & Steuern

„Ab 60.000 Euro Gewinn lohnt sich die Holding." Solche Schwellen kursieren in jedem zweiten Video. Sie sind nicht falsch, weil die Zahl daneben liegt — sie sind falsch, weil die Frage nicht nach einer Zahl verlangt.

Eine Gesellschaft senkt nicht deinen Steuersatz. Sie verschiebt den Zeitpunkt der Besteuerung: Realisierte Kursgewinne bleiben nach § 8b KStG zu 95 Prozent unversteuert und arbeiten weiter. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, ob du das Geld drin lässt — und was darin liegt.

Deshalb führt die übliche Rechnung „Steuerdifferenz mal Depotwert" in die Irre. Sie ignoriert Fixkosten, Zinseszins und vor allem die zweite Steuerebene bei der Entnahme. Wir nennen die eigentliche Frage Asset Location: nicht welches Wertpapier, sondern in welcher Hülle es liegt.

Lohnt sich die Struktur?

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Ab wann eine Gesellschaft traegt — und wann sie nur Kosten produziert.

Wann lohnt sich eine ETF-GmbH? Break-even, Kosten und Entnahme
Es gibt drei verschiedene Break-even-Begriffe — und sie treten nicht gleichzeitig ein. Wer sie vermischt, bekommt eine Antwort, die für seine Situation nicht gilt.
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Wann lohnt sich eine Aktien-Holding? Steuersatz ist nicht alles
Die Holding muss einen Zweck haben, der über „weniger Steuern“ hinausgeht. Sonst wird sie schnell eine teure Verpackung.
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Vermögensverwaltende GmbH: Steuern, Kosten & ab wann sie sich lohnt
Die vermögensverwaltende GmbH (vvGmbH) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die ausschließlich eigenes Kapital verwaltet — keine aktiven Dienstleistungen erbringt, kein operatives Geschäft betreibt — und damit als eigenständige Steuersphäre zwischen Privatvermögen und operativer Holdingstruktur fungiert.
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Aktien in der Gesellschaft

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Einzelwerte und Dividenden im Betriebsvermögen: wo § 8b trägt und wo die Streubesitzgrenze zuschlägt.

Einzelaktien privat oder Holding: Kursgewinne vs. Dividenden
Einzelaktien sind Direktbeteiligungen an Kapitalgesellschaften. ETFs sind Investmentfonds. Deshalb greifen unterschiedliche Steuermechaniken.
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Dividendenaktien in der Holding: Der Streubesitz-Haken
Weil §8b bei Dividenden in Kapitalgesellschaften Beteiligungsgrenzen kennt. Unter 10 % Beteiligung kann die Körperschaftsteuerfreistellung wegfallen. Gewerbesteuerlich sind häufig 15 % relevant.
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Aktien & ETF privat oder über die GmbH halten?
Eine GmbH lohnt sich für Aktien dann, wenn du Gewinne reinvestierst statt sie zu verbrauchen — sie ist ein Reinvestitionsmotor, kein Steuertrick.
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Aktien & ETFs privat oder in der Holding? Steuervergleich
Die Ertragswerke-Unterscheidung: Asset Allocation entscheidet, was du kaufst. Asset Location entscheidet, wo du es hältst. Die zweite Entscheidung kann langfristig wichtiger sein als die erste — weil dieselbe Rendite in verschiedenen Hüllen sehr verschieden besteuert wird.
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Aktien & ETFs in der Asset Location: privat, GmbH oder Holding?
Die entscheidende Frage ist nicht nur, ob Aktien oder ETFs langfristig Rendite liefern. Entscheidend ist, welche Struktur diese Rendite verarbeitet.
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ETFs in der Gesellschaft

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Fonds sind keine Direktaktien — was das steuerlich bedeutet.

Thesaurierend oder ausschüttend in der GmbH? Vorabpauschale und Cashflow
Der Ausschütter zahlt Erträge aus, der Thesaurierer legt sie im Fonds wieder an. Die Gesamtrendite ist dadurch nicht automatisch verschieden — es geht darum, wo das Geld landet.
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MSCI World privat oder GmbH: Kein Standardfall
Weil seine laufenden Ausschüttungen meist relativ niedrig sind. Der steuerliche Vorteil der GmbH auf laufende Erträge ist deshalb kleiner als bei ausschüttungsstarken Strategien.
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Geldmarkt-ETF privat oder GmbH: Wo gehört Liquidität hin?
Weil ein Geldmarkt-ETF im Kern Zinserträge abbildet. Für Zinserträge gibt es keine Aktienfonds-Teilfreistellung.
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ETF privat oder Holding: Vermögensarchitektur statt Steuertrick
Bei klassischen ETFs grundsätzlich nicht. Eine Holding-GmbH und eine einfache vermögensverwaltende GmbH wenden bei ETFs dieselben Regeln des Investmentsteuergesetzes an.
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ETF privat oder GmbH? Steuern, Kosten und langfristiger Vergleich
Es gibt nicht einen Vergleich, sondern drei. Und sie führen zu unterschiedlichen Antworten. Ohne diese Trennung ist fast jede Rechnung im Netz irreführend.
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Dividenden-ETF privat oder GmbH: Ausschüttungen und Struktur
Weil sie laufende Erträge erzeugen. Je mehr laufende Erträge entstehen, desto sichtbarer wird die unterschiedliche Behandlung zwischen Privatdepot und GmbH.
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Index oder Einzelwerte?

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Wie breit ein Index wirklich streut und was die Alternative kostet.

NASDAQ-100 Backtest: ETF vs. Top-10 direkt — privat und Holding | 16 Jahre
Während die Finanzwelt über 0,12 % oder 0,22 % TER, MSCI World oder FTSE All-World, physisch oder synthetisch diskutiert, läuft im Hintergrund eine viel größere Maschine: Kapital verlässt permanent das System — nicht durch schlechte Rendite oder Crashs, sondern durch Struktur. Jedes Rebalancing, jede Umschichtung, jeder realisierte Gewinn kostet.
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ETF oder Einzelaktien? Diversifikation, Kosten und Steuern
Der S&P 500 war historisch mit etwa 20–25 % Gewicht in den Top-10-Positionen ein tatsächlich diversifiziertes Instrument. Heute entfallen auf diese zehn Unternehmen rund 40 % des Indexgewichts — der höchste Wert in über 50 Jahren. Wer einen S&P-500-ETF kauft, investiert faktisch 400 von 1.000 Euro in zehn Aktien und 600 Euro in die übrigen 490.
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Die Steuermechanik

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§ 8b KStG, Veraeusserungsgewinne, Beteiligungsgrenzen.

Aktiengewinne in der Holding: Der komplette Kapitalpfad
Der Veräußerungsgewinn kann nach § 8b KStG auf Ebene der Holding weitgehend steuerfrei bleiben. Modellhaft werden nur 5 % steuerlich belastet.
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§ 8b KStG erklärt: Aktien in der Holding versteuern
§ 8b KStG stellt Beteiligungserträge und Veräußerungsgewinne aus Anteilen an Kapitalgesellschaften auf Ebene einer Körperschaft weitgehend steuerfrei. Er gilt nur für Körperschaften — nie für Privatpersonen.
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Geld herausholen & davon leben

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Ausschuettung, Krankenversicherung, Privatier werden.

Privatier mit 55: Krankenversicherung, KVdR und der Entnahme-Status
Die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung bemisst den Beitrag an allen Einkommensarten — Kapitalerträge inklusive. Die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) dagegen nur an der Rente. Dasselbe Depot, dieselben Ausschüttungen — abhängig vom Versicherungsstatus zahlst du darauf einmal Beitrag und einmal nicht. Im MSCI-World-Backtest unten übersteht das geplante Depot die dreißig Jahre und endet mit Polster, während das ungeplante — trotz Günstigerprüfung — mit 74 leerläuft. Derselbe Markt, dieselbe Aktie. Es geht nicht um Rendite, sondern um ein Leck, das die meisten gar nicht einplanen.
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Krankenversicherung der Rentner (KVdR): Worauf Rentner Beitraege zahlen
Die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) ist die gesetzliche Pflichtversicherung für Rentner, die die sogenannte Vorversicherungszeit erfüllen. Ihr entscheidendes Merkmal: Beiträge fallen nur auf die gesetzliche Rente, Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen an — nicht auf Kapitalerträge, Dividenden, Ausschüttungen oder Mieteinnahmen. Wer dagegen als Rentner nur freiwillig gesetzlich versichert ist, zahlt auf praktisch alle Einkunftsarten Beiträge, Kapital- und Mieterträge inklusive.
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Geld aus der Holding holen: Ausschüttung, Gehalt & Steuern
In einer Holding verkaufte Aktien sind dank § 8b KStG zu 95 % steuerfrei — der teure Moment ist der Weg ins Privatvermögen. Wer sein Kapital beim Aufbau als Darlehen statt als Eigenkapital einbringt, kann es später steuerfrei und flexibel zurückholen, statt jeden Euro durch die Ausschüttungssteuer zu schicken. Über 30 Jahre macht das in unserer Modellierung rund 173.000 € Unterschied — bei identischem Depot.
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Weitere Beiträge

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Holding fürs Depot: Wann sie sich lohnt — zwei Rechnungen
Der Vorteil der Holding ist kein niedrigerer Steuersatz — es ist der Steueraufschub auf realisierte Kursgewinne. § 8b stellt Veräußerungsgewinne aus Aktien zu 95 % steuerfrei, sodass fast der gesamte Gewinn weiterarbeitet.
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Die MechanikWas § 8b KStG tatsächlich leistet

§ 8b KStG stellt Veräußerungsgewinne aus Aktien auf Ebene einer Körperschaft außer Ansatz; 5 Prozent gelten pauschal als nicht abziehbare Betriebsausgaben. Wirtschaftlich bleiben 95 Prozent steuerfrei, die effektive Belastung liegt bei rund 1,5 Prozent.

Ein Beispiel, das die Größenordnung zeigt: 50.000 Euro Veräußerungsgewinn, davon 5 Prozent steuerlich relevant, also 2.500 Euro. Darauf rund 30 Prozent Körperschaft- und Gewerbesteuer ergibt etwa 750 Euro. Privat wären auf denselben Gewinn rund 26 Prozent Abgeltungsteuer fällig.

Die Vorschrift gilt nur für Körperschaften, nie für Privatpersonen. Und sie gilt nicht für alles, was im Depot liegt — die Details stehen in § 8b KStG einfach erklärt.

Die GrenzeWarum Dividenden anders behandelt werden als Kursgewinne

Für laufende Bezüge verlangt § 8b Abs. 4 KStG eine Mindestbeteiligung von 10 Prozent. Wer börsennotierte Aktien im Streubesitz hält, erreicht diese Schwelle nie — die Dividende ist dann in der Gesellschaft voll steuerpflichtig.

Das ist der Punkt, an dem „Dividendenaktien gehören in die Holding" kippt. Dieselbe Aktie, zwei völlig verschiedene Steuerwelten, je nachdem ob der Ertrag als Dividende oder als Kursgewinn anfällt. Gewerbesteuerlich sind zudem häufig 15 Prozent maßgeblich, nicht 10.

Vor einer Holding-Entscheidung prüfen:
  • Dividende oder Kursgewinn? Der Vorteil hängt fast vollständig daran, worin der Ertrag entsteht.
  • Beteiligungshöhe? Unter 10 Prozent entfällt die Freistellung für Bezüge.
  • Bleibt das Geld drin? Der Aufschub wirkt nur, solange nicht ausgeschüttet wird.
  • Direktaktie oder Fonds? Zwei verschiedene Gesetze, zwei verschiedene Ergebnisse.

Der Vorteil ist kein Steuersatz. Er ist ein Aufschub — und er endet, wenn du das Geld brauchst.

Der UnterschiedDirektaktie und ETF sind nicht dasselbe

Direktaktien fallen unter § 8b KStG und werden mit rund 1,5 Prozent belastet. Fonds und ETFs unterliegen dem Investmentsteuergesetz mit einer Teilfreistellung von 80 Prozent für Körperschaften — der Vorteil gegenüber dem Privatdepot fällt dadurch deutlich kleiner aus.

Bei laufend besteuerten Erträgen aus Aktien-ETFs bleibt ein Unterschied von etwa 6,9 Prozentpunkten: rund 18,5 Prozent privat gegen rund 11,6 Prozent in der Gesellschaft. Ob daraus ein Vorteil wird, hängt davon ab, wie groß dieser laufende Ertrag überhaupt ist — und ob er die Fixkosten der Gesellschaft trägt. Die Break-even-Frage rechnet Wann lohnt sich eine ETF-GmbH durch.

Die Frage thesaurierend oder ausschüttend verliert in der Gesellschaft an Bedeutung: Es gilt dieselbe Teilfreistellungslogik, und die Vorabpauschale gleicht die tatsächliche Belastung weitgehend an. Mehr dazu in Thesaurierend oder ausschüttend in der GmbH.

Die zweite EbeneWas passiert, wenn du das Geld herausholst

Auf die Ausschüttung an dich privat fallen noch einmal rund 26 Prozent Abgeltungsteuer an. Diese zweite Ebene frisst einen Teil des Vorsprungs — deshalb entscheidet die Entnahmeplanung mit darüber, ob sich die Struktur trägt.

Wer Gewinne regelmäßig realisiert und reinvestiert, zieht in der Gesellschaft davon und liegt selbst nach Versteuerung der späteren Entnahme vorn. Wer das Geld in absehbarer Zeit privat braucht, verliert einen Teil des Vorteils wieder. Welche Wege es gibt — Ausschüttung, Geschäftsführergehalt, Darlehen — steht in Geld aus der Holding holen.

Zur Entnahmephase gehört eine Frage, die selten mitgedacht wird: die Krankenversicherung. Wer früh aufhört zu arbeiten, klärt seinen Status besser vorher als hinterher — siehe Privatier mit 55 und KVdR.

Die EntscheidungWann eine Gesellschaft trägt

Eine vermögensverwaltende GmbH lohnt sich, wenn Kursgewinne aus Direktaktien über § 8b thesauriert werden — oder wenn ein hoher persönlicher Grenzsteuersatz Kapitalerträge im Privatvermögen teurer macht als in der Gesellschaft.

Dagegen stehen Kosten, die unabhängig vom Ergebnis anfallen: Buchführung, Jahresabschluss, Beratung. Sie sind der Grund, warum die Struktur bei kleinen Depots nicht trägt — nicht die Steuer. Was eine vvGmbH ist und wo ihre Grenzen liegen, steht in Vermögensverwaltende GmbH; die Rechnung mit zwei Varianten in Holding fürs Depot.

Die Frage ist nicht, ab welchem Betrag sich eine Holding lohnt. Sie ist, woraus dein Ertrag entsteht und wann du ihn brauchst.

Diese Inhalte ersetzen keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Alle Rechenbeispiele sind vereinfachte Modellrechnungen. Ob eine Struktur im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Steuersatz, Gewerbesteuer-Hebesatz, Beteiligungshöhe, Fondsart, Entnahmeplanung und persönlicher Situation ab.