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Asset-Allokation: das 1×1 der Aufteilung

Die wichtigste Entscheidung im Depot fällt, bevor du ein einziges Produkt auswählst – und genau die wird am häufigsten übersprungen.

Die meisten Anleger diskutieren, welcher ETF der beste ist. Die viel größere Frage liegt eine Ebene darüber: Wie verteilst du dein Geld auf die Anlageklassen? Diese Aufteilung erklärt langfristig den Großteil deiner Wertschwankung – nicht die Produktwahl.

Mechanik 01Was ist Asset-Allokation – und warum entscheidet sie mehr als die Produktwahl?

Asset-Allokation ist die Aufteilung deines Vermögens auf Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Liquidität – und sie bestimmt dein Risiko-Rendite-Profil stärker als jede Einzelauswahl.

Ob du den „besten“ Welt-ETF erwischst oder einen sehr ähnlichen, macht über Jahrzehnte einen kleinen Unterschied. Ob du 30 % oder 80 % in Aktien hältst, macht den großen.

Welche Aktie du kaufst, ist eine Fußnote. Wie viel Aktie du hältst, ist die Geschichte.

Mechanik 02Welche Bausteine gibt es – und welche Rolle spielen sie?

Die Rollen im Depot:
  • Aktien (-ETF) – der Wachstumsmotor, hohe erwartete Rendite, hohe Schwankung
  • Anleihen – der Stabilisator, dämpft Ausschläge
  • Liquidität / Reserve – der Puffer, damit du nie zur Unzeit verkaufst
  • Sachwerte – Immobilien, Rohstoffe als Ergänzung

Mechanik 03Wie finde ich meine Aufteilung?

Über deinen Zeithorizont und dein Nervenkostüm – nicht über die aktuelle Marktlage.

Wer 25 Jahre Zeit hat, kann einen hohen Aktienanteil tragen, weil er Schwankungen aussitzen kann. Wer in wenigen Jahren auf das Geld zugreifen muss, braucht mehr Stabilität. Faustformeln (etwa 70/30 oder 60/40 Aktien zu Anleihen) sind Startpunkte, keine Gesetze.

Mechanik 04Warum nicht einfach 100 % Aktien?

Weil die rechnerisch oft beste Allokation nichts nützt, wenn du sie im Crash nicht durchhältst.

100 % Aktien haben die höchste erwartete Rendite – aber auch die tiefsten Einbrüche. Ein Stabilitätsanteil senkt die Schwankung und gibt dir in der Krise etwas, aus dem du Liquidität ziehst, ohne Aktien zum Tiefpunkt zu verkaufen.

Die beste Allokation ist nicht die mit der höchsten Renditeerwartung, sondern die, in der du investiert bleibst.

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FAQHäufige Fragen

Sollte ich die Allokation je nach Marktlage ändern?

Selten eine gute Idee. Markttiming gelingt kaum verlässlich. Die Allokation richtet sich nach deinem Horizont und Ziel – nicht nach der Schlagzeile des Tages. Anpassungen ergeben Sinn, wenn sich dein Leben ändert, nicht der Markt.

Gehört Gold ins Portfolio?

Es kann als kleine Beimischung Schwankungen dämpfen, wirft aber keine laufenden Erträge ab. Ob es passt, ist Geschmacks- und Strategiefrage – nötig für ein solides Depot ist es nicht.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung. Kapitalanlagen können an Wert verlieren. Für eine individuelle Einschätzung wende dich an qualifizierte Fachleute.

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