Tool · Freiheitsrechner

Wann bist du finanziell frei?

5 Angaben. Ein klarer Plan bis zu deinem Wunschalter.

Der Freiheitsrechner zeigt dir in unter einer Minute, wann deine Kapitalerträge deine Ausgaben decken — und was passiert, wenn die Märkte in deiner Entnahmephase nicht mitspielen. Kein Bauchgefühl, sondern echte Marktdaten.

Deine Angaben

Was bringst du mit?

Dein Zielvermögen 1.028.571 € Ausgaben × 12 ÷ 3,5 %
Vermögen zum Wunschalter – – –
Was fehlt bis zu deinem Ziel?
Benötigte Sparrate: –

Markt & Risiko

Wie soll gerechnet werden?

Historischer Backtest: Die Indexdaten werden geladen. Alle Reihen enthalten Ausschüttungen und werden in Euro gerechnet.

Deine Auswahl · 100 % Aktien – Restvermögen nach 30 Jahren

10.000 mögliche Marktverläufe

Zusammenhängende historische 12-Monats-Phasen werden neu kombiniert. Das zeigt eine Bandbreite, keine Vorhersage.

Defensiv · 10 %–
Median–
Optimistisch · 90 %–

–

Einzahlungen Depotwert Entnahme pro Jahr · Höhe ×10

Vermögensaufbau und Entnahme

1. Jahr: – 10. Jahr: – Steigerung: –
Ein durchgehender monatlicher Total-Return-Verlauf in Euro: Ansparen bis zum Wunschalter, danach Entnahmen und deren Wirkung auf das Depot. Die erste Jahresentnahme entspricht 3,5 % des Zielvermögens und steigt danach jährlich mit der Inflation. Damit die kleineren Entnahmen im gemeinsamen Chart lesbar bleiben, ist ausschließlich ihre Balkenhöhe mit ×10 dargestellt.

Nächster Schritt · Wealth Lab

Du hast die Landkarte. Jetzt rechne deinen echten Weg.

Dieser Rechner zeigt die Richtung mit fünf Angaben. Der Wealth-Lab-Lebensrechner rechnet deinen tatsächlichen Verlauf: jedes Lebensereignis einstellbar — Gehaltssprünge, Kinder, Immobilienkauf, Erbschaft, Teilzeit, Rentenbeginn — mit dynamischen Entnahmen, Monte-Carlo und deiner realen Steuer- und Rentensituation.

Im Wealth-Lab-Lebensrechner durchrechnen →

Was finanzielle Freiheit wirklich bedeutet — und warum „Rente" das falsche Wort ist

Nach Auffassung von Ertragswerke ist finanzielle Freiheit dann erreicht, wenn deine Kapitalerträge deine Lebenshaltungskosten dauerhaft decken — du arbeitest dann, weil du willst, nicht weil du musst.

FIRE steht für „Financial Independence, Retire Early". Der erste Teil ist das Ziel. Der zweite ist Marketing. Denn die wenigsten, die diesen Punkt erreichen, hören tatsächlich auf zu arbeiten. Sie hören auf, es zu müssen — und das ist etwas völlig anderes.

Mechanisch ist der Punkt erreicht, wenn dein investiertes Vermögen so groß ist, dass eine nachhaltige Entnahme deine Ausgaben trägt, ohne die Substanz aufzuzehren. Klingt simpel. Ist es auch — bis die Märkte ins Spiel kommen.

Finanzielle Freiheit ist kein Ruhestand. Es ist die Entkopplung deines Einkommens von deiner Lebenszeit.

Die ZahlWie viel Geld brauchst du für finanzielle Freiheit?

Für finanzielle Freiheit brauchst du rund das 25- bis 29-Fache deiner Jahresausgaben — bei 3.000 € im Monat liegt dein Ziel zwischen etwa 900.000 € und 1,03 Mio €.

Die Spanne ist keine Ungenauigkeit. Sie ist eine Entscheidung: Wie viel Prozent deines Vermögens entnimmst du pro Jahr? Vier Prozent verlangen das 25-Fache. Dreieinhalb — der vorsichtigere Weg — das 28,6-Fache.

3.000 €/Monat × 12 = 36.000 €/Jahr Bedarf Entnahmerate 4,0 % → 36.000 ÷ 0,040 = 900.000 € Entnahmerate 3,5 % → 36.000 ÷ 0,035 = 1.028.571 €

Der Rechner zeigt diese Zahl sofort, sobald du deine Ausgaben eingibst. Das ist Absicht. Bevor du über Sparrate, Depot oder Ausstiegsalter nachdenkst, sollst du eines begreifen: wie hoch der Berg überhaupt ist.

Eine Randnotiz, die später wichtiger wird, als sie aussieht: Diese Zahl ist brutto. Was am Ende bei dir ankommt, hängt auch davon ab, in welcher Struktur dein Kapital liegt — privat, im Depot, in einer Hülle. Zwei Menschen mit identischem Zielvermögen können netto in zwei verschiedenen Welten landen.

HerkunftWoher die 4-%-Regel kommt — und was sie nie versprach

Die 4-%-Regel stammt vom US-Finanzplaner William Bengen, der sie 1994 aus historischen Marktdaten ableitete; die Trinity Study bestätigte sie 1998.

Das Problem: Viele lesen daraus eine Garantie. Genau das war sie nie.

Bengen suchte schlicht die höchste Entnahmerate — die Safe Withdrawal Rate —, die auch die schlechtesten Startjahrgänge der US-Geschichte über 30 Jahre überstanden hätte. Die Trinity-Professoren gossen das in Erfolgswahrscheinlichkeiten. Eine Rückrechnung, kein Naturgesetz.

Was die 4-%-Regel ausdrücklich NICHT behauptet:
  • … dass dein Vermögen stabil bleibt
  • … dass du keine schweren Einbrüche erlebst
  • … dass das Portfolio weiterwächst
  • … dass 4 % mathematisch „sicher" sind

Sie sagt einen einzigen Satz: Historisch war die Wahrscheinlichkeit hoch, nach 30 Jahren nicht pleite zu sein. Wer daraus „mein Geld ist sicher" macht, hat das wichtigste Wort überlesen — „nach". Nicht währenddessen.

Die 4-%-Regel ist keine Sicherheit. Sie ist eine historische Wahrscheinlichkeit, die genau dann versagen kann, wenn du sie am dringendsten brauchst.

3,5 statt 4Warum dieser Rechner mit 3,5 % rechnet

Vier Prozent klingt nach einer Regel. In Wahrheit ist es eine Wette auf einen 30-Jahre-Horizont.

Wer früh aussteigt, plant für vierzig Jahre oder mehr finanzielle Freiheit — und braucht deshalb eine niedrigere Entnahmerate als 4 %.

Je länger der Horizont, desto härter schlägt jedes schwache Jahrzehnt durch. Eine Schwächephase, die einen 30-Jahre-Plan nur kratzt, kann einen 45-Jahre-Plan aushöhlen. Dazu das Umfeld: hohe Bewertungen, dünne reale Renditen. Beides drückt die erwartbare Zukunftsrendite unter den historischen Schnitt.

Dreieinhalb Prozent ist deshalb kein Pessimismus. Es ist Puffer. Der Preis ist sichtbar — das 28,6-Fache statt des 25-Fachen — aber dieser Preis kauft Robustheit. Lieber ein höheres Ziel, das hält, als eine schöne Zahl, die im ersten Drawdown bricht.

Der eigentliche Denkfehler hinter der Durchschnittsrendite

Zwei Menschen. Dieselbe Durchschnittsrendite, dieselbe Entnahme, dreißig Jahre. Der eine stirbt mit einem größeren Depot, als er hatte. Der andere ist mit achtzig pleite.

Der Grund ist nicht das Können, sondern die Reihenfolge der Renditen — das sogenannte Sequence-of-Returns-Risk.

Anleger A erwischt die schwachen Börsenjahre am Ende, wenn das Depot längst groß ist. Anleger B erwischt sie am Anfang — während er zum ersten Mal Geld entnimmt. Und genau dort kippt die Mathematik.

1 Mio € Start · Entnahme 40.000 €/Jahr Jahr 1: −30 % → 700.000 − 40.000 = 660.000 € Jahr 2: −20 % → 528.000 − 40.000 = 488.000 € Jetzt braucht es über +100 % Rendite, nur um wieder bei 1 Mio € zu stehen.

Der Mechanismus ist brutal simpel: Du verkaufst Anteile, während sie wenig wert sind. Ohne Entnahme wäre ein Crash ein Rücksetzer — ärgerlich, aber heilbar. Mit Entnahme nimmst du dem Depot genau die Substanz, die es für die Erholung gebraucht hätte. Der Durchschnitt verschweigt das geflissentlich. Plus 100 und minus 50 Prozent ergeben rechnerisch plus 25. Dein Vermögen steht trotzdem exakt bei null Wachstum.

Der Durchschnitt ist ein Versprechen, das dein einzelner Pfad nicht halten muss.

Das eine JahrWarum ein einziges Jahr über deinen ganzen Plan entscheidet

Es gibt ein Jahr, das wichtiger ist als alle anderen — und du kannst es dir nicht aussuchen: das erste Jahr deiner Entnahmephase.

Trifft ein Crash genau in diese Frühphase, beschädigt er den Plan dauerhaft, weil du zum ersten Mal Geld entnimmst, während die Kurse am Boden liegen.

Stell dir vor, du wirst 2026 frei und hebst zum ersten Mal 40.000 € ab. Wäre 2026 ein Jahr wie 2008, träfe dieser erste Verkauf auf ein Depot, das ohnehin dreißig, vierzig Prozent verloren hat. Wertverlust und Entnahme im selben Moment. Das ist die gefährlichste Konstellation im gesamten Zyklus — und sie hängt an einem Würfelwurf, den niemand kontrolliert.

Die ersten fünf bis zehn Jahre nach dem Ausstieg wiegen überproportional schwer. Dotcom, Finanzkrise, ein verlorenes japanisches Jahrzehnt, eine Stagflation: Ein einziger böser Start kann ein Portfolio zerlegen, das im langfristigen Durchschnitt kerngesund gewesen wäre. Schalte im Rechner auf „Pessimistisch" — dieselbe Sparleistung, ein anderer Startzeitpunkt, ein anderes Leben.

Ein Crash am Anfang der Entnahmephase ist kein Rücksetzer. Er ist ein Konstruktionsfehler, der erst Jahre später sichtbar wird.

Wann dein Ausstiegszeitpunkt besonders riskant ist — wenn …
  • … du mit exakt dem nötigen Minimum aussteigst, ohne Puffer über dem Ziel
  • … du voll in Aktien bleibst und in der Frühphase einen Drawdown erlebst
  • … du starr entnimmst und auch im Tief verkaufst
  • … du keine Liquiditätsreserve hast, um schwache Jahre auszusitzen

SchutzWie sicher ist deine finanzielle Freiheit im Crash?

Deine finanzielle Freiheit übersteht einen Crash mit Flexibilität statt starrer Entnahme — wer in schwachen Jahren weniger entnimmt, eine Liquiditätsreserve hält und beim Ausstieg in Anleihen umschichtet, übersteht eine schlechte Frühphase deutlich besser.

Die starre 4-%-Regel behandelt finanzielle Freiheit wie eine Rechenaufgabe. Die Realität behandelt sie wie Risikomanagement. Du planst nicht für den Durchschnitt. Du planst gegen den schlechten Fall.

Werkzeuge gegen das Sequenzrisiko:
  • Dynamische Entnahmen — in schwachen Jahren weniger, in starken mehr
  • Guardrails — feste Grenzen, die die Entnahme automatisch nachregeln
  • Liquiditätsreserve — 1–2 Jahresausgaben in Cash, um nicht im Tief verkaufen zu müssen
  • Bond-Tent — rund um den Ausstieg eine erhöhte Anleihenquote, die danach wieder sinkt
  • Flexible Ausgaben — Kostenblöcke, die sich in Krisen herunterfahren lassen
  • CAPE-basierte Entnahmerate — die Anfangsentnahme an die Marktbewertung koppeln
  • Monte-Carlo-Simulation — tausende Zufallspfade statt eines einzigen Durchschnitts

Mit der Auswahl oberhalb des Charts kannst du jetzt selbst prüfen, wie stark eine Umschichtung beim Ausstieg den konkreten Stresspfad verändert. Der Rechner zieht bei der dafür nötigen Gewinnrealisierung modellbasiert Abgeltungsteuer und Teilfreistellung ab. Eine niedrigere Aktienquote dämpft Schwankungen, senkt aber zugleich die erwartete Rendite. Ob das Depot dadurch länger hält, entscheidet die Reihenfolge der Marktjahre. Guardrails, Monte-Carlo und dynamische Raten sind die nächste Tiefenstufe.

Finanzielle Freiheit ist kein Renditeproblem. Es ist ein Liquiditäts- und Reihenfolgeproblem.

EntnahmestrategieKapitalerhalt oder Kapitalverzehr — was kauft dir welche Sicherheit?

Beim Kapitalerhalt lebst du von den Erträgen und die Substanz bleibt; beim Kapitalverzehr brauchst du das Depot bewusst auf, bis zu einem geplanten Endpunkt. Beide tragen deine finanzielle Freiheit — sie verteilen Risiko und Erbe nur anders.

Wer sein Kapital vollständig erhalten will, erkauft sich diese Sicherheit oft mit zusätzlichen Arbeitsjahren. Wer aggressiv entnimmt, kauft Freiheit — und verkauft Stabilität. Beides ist legitim. Beides hat einen Preis.

Kapitalerhalt ist der ruhigere Weg: Dein Vermögen schwankt mit dem Markt, bleibt in realer Kaufkraft aber bestehen. Gut, wenn du vererben willst oder bei Drawdowns schlecht schläfst. Der Basecase im Rechner zeigt genau das — eine grob stabile Linie. Kapitalverzehr ist effizienter: weniger Startkapital, früherer Ausstieg. Sein Haken ist menschlich, nicht mathematisch — du kennst dein eigenes Verfallsdatum nicht. Plane zu kurz, hält das Geld länger als du. Plane zu lang, arbeitest du Jahre umsonst.

Für die meisten liegt die ehrliche Antwort dazwischen: genug Puffer, um schlechte Jahre auszusitzen, ohne sich den Kapitalerhalt als Dogma aufzuzwingen.

Kapitalerhalt kostet dich oft Jahre. Kapitalverzehr kostet dich Schlaf. Die meisten brauchen einen Plan, der beides aushält.

MethodeWarum dieser Rechner mit echten Total-Return-Daten arbeitet

Weil eine glatte Renditelinie genau das versteckt, was über Erfolg oder Scheitern entscheidet: die Schwankung und ihre Reihenfolge.

Du wählst den Markt; der Zeitraum ergibt sich automatisch aus deinem aktuellen Alter und deinem Wunschalter. Verwendet werden monatliche Index-Gesamtrenditen in Euro inklusive Ausschüttungen. In der Entnahmephase wird die historische Abfolge als Stresspfad fortgeführt. Der Aktienanteil trägt die Marktschwankungen, die defensive Komponente wird vereinfacht mit 2,5 Prozent nominal modelliert und monatlich auf die gewählte Quote zurückgesetzt. Die Monte-Carlo-Ansicht kombiniert echte zusammenhängende Zwölfmonatsphasen zu 10.000 möglichen Verläufen.

Alles ist real gerechnet — in heutiger Kaufkraft. Die einmalige Steuer der gewählten Umschichtung wird modelliert; laufende und spätere Steuern bleiben in diesem Schnellrechner außen vor. Und damit schließt sich ein Kreis, den der Rechner bewusst offenlässt: Dieselbe Bruttorendite endet je nach Struktur, in der dein Kapital liegt, in einem völlig anderen Nettoergebnis. Zwei Anleger, derselbe ETF, dieselbe Rendite — und trotzdem zwei verschiedene Vermögenswelten. Aber das ist eine andere Rechnung.

FAQHäufige Fragen zur finanziellen Freiheit

Was ist der Unterschied zwischen der 4-%- und der 3,5-%-Regel?

Die Entnahmerate bestimmt, wie viel deines Vermögens du jährlich entnimmst — und damit, wie groß dein Zielvermögen sein muss. Bei 4 % brauchst du das 25-Fache deiner Jahresausgaben, bei 3,5 % das 28,6-Fache. Die niedrigere Rate ist konservativer und vor allem bei langen Entnahmephasen sinnvoll, weil sie mehr Puffer gegen schwache Marktjahre lässt.

Was ist Sequenzrisiko in einem Satz?

Die Gefahr, dass ein Crash früh in deiner Entnahmephase auftritt — dann verkaufst du Anteile im Tief, dem Depot fehlt die Substanz für die Erholung, und der Plan kann trotz guter Durchschnittsrendite scheitern.

Berücksichtigt der Freiheitsrechner Steuern?

Bei der Umschichtung zum Freiheitsbeginn ja: modelliert werden ein privater Aktien-ETF, 30 % Teilfreistellung, Abgeltungsteuer inklusive SolZ, der Sparer-Pauschbetrag für Alleinstehende und keine Kirchensteuer. Der angenommene Einstand entspricht dem eingegebenen Startdepot plus Einzahlungen. Bereits versteuerte Vorabpauschalen, Verlusttöpfe, persönliche Günstigerprüfung und die Besteuerung späterer Entnahmen sind in diesem Schnellrechner nicht vollständig abgebildet.

Heißt finanzielle Freiheit, dass ich nie wieder arbeiten muss?

Nein — sie bedeutet, dass du nicht mehr arbeiten musst, um deine Ausgaben zu decken. Die meisten, die diesen Punkt erreichen, arbeiten weiter, aber aus eigener Entscheidung. Genau das ist der Wert: Die Wahl gehört wieder dir.

Dieser Freiheitsrechner dient der allgemeinen Veranschaulichung und ist keine Anlage-, Steuer- oder Finanzierungsberatung. Historische Renditen sind keine Garantie für die Zukunft. Verwendet werden Index-Total-Return-Reihen in Euro; sie reflektieren nicht deine individuelle Depotentwicklung nach Kosten und Steuern. Alle Angaben vereinfacht. Für eine individuelle Einschätzung wende dich an qualifizierte Fachleute.